In den 80er Jahren entwickelte sich in Berlin eine innovative, psychosozial-gemeindepsychiatrische Projektlandschaft, die den Prozess des kontinuierlichen Bettenabbaus in der Psychiatrie forcierte. Aus einer Arbeitsgruppe der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Wedding entstand 1984 der Trägerverein einer Kontakt- und Begegnungsstätte (KBS) für psychisch kranke Menschen im Bezirk - der KBS e.V., der noch im selben Jahr Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin wurde.
In den Jahren seit 1985 gingen hieraus die bis heute aktiven Projekte des KBS e.V. hervor:
Das heutige Tageszentrum m32 nahm 1985 als erstes Projekt seine Tätigkeit auf, zunächst in der damaligen Form einer psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle.
Im Januar 1987 bekam der KBS e.V. nach einem mehrjährigen Vorlauf vom Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit (BMJFFG) die Genehmigung für das Bundesmodellprojekt Krisenambulanz Wedding. Dieses in seiner Konzeption neuartige Projekt wurde erfolgreich im selben Hause untergebracht wie die psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle des KBS e.V. - eine Verknüpfung, die nicht nur in räumlicher Hinsicht erfolgreich war.
Ihre vernetzte Arbeitsweise mit festen Mitarbeitern unter personeller Beteiligung anderer Institutionen des Bezirks führte später zu der heutigen Umsetzungsform für das Gesamtsystem des Berliner Krisendienst, an dessen Gründung der KBS e.V. 1997/98 maßgeblich beteiligt war. Die Kri-senambulanz des KBS e.V. wurde dazu als "Region Mitte" in den Berliner Krisendienst integriert.
1988 entstand eine Beschäftigungstagesstätte für psychisch Kranke Menschen (damals Theta Wedding e.V.) in der Reinickendorfer Straße im damaligen Bezirk Wedding. Mit dem Umzug der Einrichtung in die Wiesen-straße 30 im Ortsteil Gesundbrunnen des Bezirks Mitte wurde daraus - mit einer neuen Konzeption - das Tageszentrum Wiese 30 .
1991 wurde mit ALTAS die erste Tagesstätte für chronisch Alkoholkranke in Deutschland eröffnet. Sie war in Struktur und Aufbau ein fachlicher Durchbruch zu neuen Arbeitsformen in der Arbeit mit Alkoholabhängigen. Das Anfang der 90er Jahre neuartige Konzept bewährte sich schnell und wird in ähnlichen Formen mittlerweile in vierzehn Einrichtungen Berlins umgesetzt.
Im Jahr 2000 wurde im Rahmen der Verbesserung von Versorgungsfunktionsbereichen der bezirklichen Träger ein neues Projekt für psychisch Kranke vom damaligen "Träger e.V." durch den KBS e.V. übernommen: Nachdem das Zuverdienst-Projekt "Die Biber" erfolgreich integriert war, wurden noch im selben Jahr "Pronto", ein Projekt für Reinigungsar-beiten, sowie der Kurierdienst "Die Boten" vom KBS e. V. eröffnet.
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